Die besten Tagesausflüge ab Rom mit dem Zug

Die besten Tagesausflüge ab Rom mit dem Zug

8. Mai 2025

Alle Wege führen vielleicht nach Rom, aber dank seiner zentralen Lage ist Italiens Hauptstadt der perfekte Ausgangspunkt für Tagesausflüge in die Regionen Latium, Toskana, Kampanien und Umbrien.

„When in Rome“ ist einfach einer dieser unwiderstehlichen Ausdrücke. „Wann man Rom verlässt“ klingt allerdings nicht ganz so gut. Und doch wissen alle, die längere Zeit in der Stadt verbracht haben, ganz genau, wie wichtig es ist, auch mal rauszukommen. Rom ist atemberaubend – aber auch überwältigend, und manchmal braucht man einfach eine kleine Auszeit. Was viele nicht wissen: Es ist ganz einfach, die Umgebung der riesigen Hauptstadt zu erkunden – mit zahlreichen Tagesausflügen ab Rom per Zug direkt vor der Tür. Von Küsten bis zu Wiegen der Kultur, von Weinbergen bis zu versteckten Rückzugsorten auf Hügeln – es gibt Städte in der Nähe von Rom wie Florenz oder Frascati, die man keinesfalls verpassen sollte. Unsere Tagesausflüge mit dem Zug starten in der Region Latium, in der auch die Hauptstadt liegt, und führen dann weiter nach Umbrien, Kampanien und in die Toskana. Alle Wege führen zwar nach Rom – aber viele Bahnstrecken führen auch hinaus.

Ladispoli und Cerveteri

Für einen eindrucksvoll schönen Blick in die Vergangenheit lohnt sich ein Ausflug nach Cerveteri in der Region Latium. Die Stadt beherbergt die Necropoli di Banditaccia – eine UNESCO-Welterbestätte und eines der bedeutendsten etruskischen Kulturgüter Italiens. Diese uralten Grabstätten sind die einzigen erhaltenen Spuren der ehemaligen etruskischen Stadt. Folgen Sie einem der vielen Pfade zu den rund 400 Gräbern dieser alten Zivilisation – einige davon stammen aus dem 9. Jahrhundert v. Chr. Weitere Highlights sind das etruskische Museum (Museo Nazionale Cerite), das im Ruspoli-Schloss untergebracht ist. Und auch wenn Cerveteri vor allem für seine Nekropole bekannt ist, ist das mittelalterliche Stadtzentrum lebendig und charmant – ideal, um dort auf das Leben anzustoßen. Die Anreise ist einfach: Nehmen Sie den Zug nach Ladispoli, von dort bringt Sie ein Bus in nur 10 Minuten zu den UNESCO-Stätten. Übrigens: Ladispoli ist auch ein Küstenort – perfekt für ein erfrischendes Bad nach der Erkundung der staubigen Ausgrabungen.

Anreise: Von Rom nach Ladispoli-Cerveteri in nur 38 Minuten.

Frascati

Mehrere weinreiche Orte in der Nähe von Rom sind bequem mit dem Zug erreichbar – aber Frascati ist ein absoluter Favorit. Nur 20 km südlich von Rom, noch immer in der Region Latium, liegt es malerisch auf einem Hügel, umgeben von den Albaner Bergen. Frascati ist eine der schönsten Kleinstädte und gehört zu den historischen Hügelstädten nahe der Hauptstadt, die unter dem Begriff Castelli Romani zusammengefasst werden. Einst ein sommerliches Vergnügungsziel für adlige Römer, gilt Frascati heute als grünes Refugium für alle, die dem Trubel der Großstadt entfliehen wollen. Die Stadt ist berühmt für ihre Villen, den Weinanbau und ihren entspannten Lebensstil – ein kühler Weißwein aus Frascati auf der Piazza San Pietro fühlt sich hier wie ein wahr gewordener Traum an. Wenn man schon in Rom ist (oder zumindest in der Nähe). Wer Lust auf Bewegung hat, kann sich auch mit einem kühlen Glas Wein nach einer Wanderung zum Monte Tuscolo im Parco Regionale dei Castelli Romani belohnen – die Tour dauert etwa zwei Stunden und ist direkt vom Stadtzentrum aus möglich.

Anreise: Mit dem Zug von Rom nach Frascati in nur 30 Minuten.

Tivoli

Die auf einem Hügel gelegene Stadt Tivoli ist ein echter Augenschmaus – und das war sie wohl schon immer, denn schon die alten Römer verbrachten hier ihre Sommer. Die kleine, üppig grüne Stadt in den Sabiner Bergen beherbergt gleich zwei UNESCO-Welterbestätten. Für archäologische Schätze besuchen Sie die Villa Adriana – die Ruinen des weitläufigen Landsitzes von Kaiser Hadrian. Für botanische Wunder sollten Sie sich die Villa d’Este aus dem 16. Jahrhundert und ihre berühmten Gärten nicht entgehen lassen. Mit ihren Springbrunnen, Grotten und Wasserfällen gelten die Gärten nicht nur als eines der ersten und schönsten Beispiele eines giardino delle meraviglie (Garten der Wunder), sondern auch als einer der eindrucksvollsten Renaissancegärten der Welt. Weitere Informationen zur Villa finden Sie hier.

Anreise: Mit dem Zug von Rom nach Tivoli in nur 50 Minuten.

Santa Marinella und Santa Severa

Wenn Sie Lust auf eine mediterrane Abkühlung haben, erreichen Sie mit dem Zug zwei charmante Badeorte in der Nähe von Rom. Rom wird zwar selten mit dem Mittelmeer in Verbindung gebracht, dabei liegt es tatsächlich nur 35 Minuten entfernt. Der Strand von Santa Marinella ist nur fünf Gehminuten vom Bahnhof entfernt – und außerdem noch ein kleiner, aktiver Fischereihafen, sodass es hier auch nicht an Fischrestaurants mangelt. Mit seinem italienischen Vintage-Chic zieht dieser bezaubernde Badeort im Juli und August viele Besucher an – kommen Sie also am besten früh (Züge fahren schon ab 6:30 Uhr), um sich ein schönes Plätzchen zu sichern. Denken Sie daran, ein paar Euro für Sonnenschirm und Liege (lettino) einzuplanen. Wer einen kostenlosen Platz möchte, muss an die Ränder des Strandes ausweichen.

Eine weitere Option ist der Nachbarort Santa Severa, der ebenfalls einen Bahnhof kurz vor Santa Marinella hat. Hier gibt es sogar ein Schloss aus dem 14. Jahrhundert direkt am Strand – denn, nun ja, das ist eben Italien.

Die Unterkünfte hier sind auch günstiger als im Zentrum von Rom, was den Ort zur perfekten Kombination aus Strand und Sightseeing macht. Und mit Direktzügen aus Rom für rund 5 € ist die Anreise ein Kinderspiel.

Anreise: Von Rom nach Santa Marinella in 40 Minuten und nach Santa Severa in 35 Minuten.

Florence

Firenze – um ihren poetischen italienischen Namen zu verwenden – ist eine der nächstgelegenen Städte, die man von Rom aus mit dem Zug erreichen kann. Und was für eine Nachbarschaft! Ebenfalls eine Hauptstadt, wenn auch „nur“ die der Toskana, ist diese Stadt, die auch als Wiege der Renaissance bekannt ist, ein Inbegriff von Romantik und Schönheit. Der Reichtum an Kunst und Architektur in Florenz reicht locker für einen ganzen Tag voller Sehenswürdigkeiten – und sogar noch mehr. Schon beim Verlassen des Bahnhofs Firenze Santa Maria Novella (kurz: Firenze SMN), einem modernistischen Bauwerk der 1930er Jahre, sehen Sie die ikonische Kirche, nach der er benannt wurde. Den Rest des Tages können Sie zwischen Palazzi aus dem 15. und 16. Jahrhundert, freskenverzierten Kirchen und Museen voller Meisterwerke wählen. Florenz ist in jeder Hinsicht atemberaubend – kein Wunder also, dass die gesamte Stadt zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Für ein krönendes Finale Ihres Besuchs spazieren Sie zum Sonnenuntergang die 2 km lange Strecke von der Ponte Vecchio zum Piazzale Michelangelo hinauf – für einen atemberaubenden Panoramablick über die Stadt, getaucht in Rosé- und Bernsteintöne.

Anreise: Mit dem Zug von Rom nach Florenz in ca. 1 Stunde und 35 Minuten.

Naples

Es gibt viele Direktzüge von Rom in die Region Kampanien, deren Hauptstadt Neapel eine temperamentvolle Küstenstadt ist. Die intensive Mischung aus Moderne und Geschichte stößt in Neapel teils aufeinander, verschmilzt aber auch zu einer energiegeladenen Atmosphäre, die es so in keiner anderen europäischen Stadt gibt. Man liebt sie oder hasst sie – aber man muss sie auf jeden Fall erlebt haben. Ein Besuch fühlt sich an wie eine Zeitreise durch ein italienisches Portal. Eine Zeit, in der Männer noch in mittelalterlichen Piazzas Karten spielen und Pizzerien sich unter bröckelnden Arkaden verstecken. Eine Zeit, in der Frauen im Herzen des Centro Storico, der Altstadt, Eimer an Seilen aus dem Fenster lassen, um ihre Einkäufe nach oben zu holen.

Wer dem Trubel entfliehen möchte, kann im Kreuzgang des Klosters Santa Chiara zur Ruhe kommen oder die Meeresbrise bei einem Spaziergang auf der Lungomare-Promenade genießen, bevor es zurück zur Piazza Bellini geht – vielleicht für ein Glas Aglianico. Oder ein köstliches Essen in einem der großartigen Restaurants von Neapel. Und wenn das noch nicht reicht: Neapel ist auch der perfekte Ausgangspunkt für Ausflüge an die glamouröse Amalfiküste oder nach Pompeji. Für Pompeji braucht man allerdings definitiv einen weiteren Tag – es ist daher eine unserer Top-Empfehlungen für ein perfektes Wochenendziel ab Rom mit dem Zug.

Anreise: In nur 1 Stunde und 10 Minuten mit dem Hochgeschwindigkeitszug Frecciarossa direkt von Rom nach Neapel reisen.

Terni

Terni liegt in Umbrien, etwa 100 km nördlich von Rom, und war im 19. Jahrhundert für seinen industriellen Aufschwung bekannt. Heute ist die Stadt eher für Ruinen als für Nieten berühmt – eines der Highlights ist das römische Amphitheater. Romantiker zieht es zur Basilika San Valentino, in der die Überreste des Heiligen Valentin aufbewahrt werden. Naturfreunde hingegen zieht es in den Parco Fluviale del Nera, eine grüne Oase, in deren Mittelpunkt die spektakulären Marmore-Wasserfälle (Cascata delle Marmore) stehen. Fun Fact: Mit einer Höhe von 165 m sind sie der höchste künstlich angelegte Wasserfall der Welt – ursprünglich von den Römern erbaut. Ein Beweis dafür, dass Ternis industrielle Geschichte schon lange vor dem 19. Jahrhundert begann. Wer die Wasserfälle besuchen möchte, steigt am besten an der Station Marmore aus, etwa 15 Minuten von Terni entfernt. Da der Wasserfluss reguliert wird, gibt es ihn nur zu bestimmten Tageszeiten – am besten vorab auf der Website nachsehen und das Ticket direkt online buchen, um Warteschlangen zu vermeiden. Ein weiterer Tipp: Planen Sie Ihren Besuch in Terni zum Cantamaggio, dem Frühlingsfest Ende April, für jede Menge lokale Feststimmung.

Anreise: Von Rom nach Terni in nur 1 Stunde.


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