Überblick

Renfe (ausgesprochen „Ren-Fay") ist Spains nationale, staatliche Eisenbahngesellschaft, die für den Personen- und Güterverkehr im gesamten Schienennetz des Landes verantwortlich ist. 1941 nach dem Spanischen Bürgerkrieg gegründet, firmiert sie seit 2005 offiziell unter dem Namen Renfe-Operadora.

Als wichtigster Bahnbetreiber Spaniens spielt Renfe eine zentrale Rolle im Verkehrsnetz des Landes und bietet ein breites Angebot an Zugverbindungen – von Hochgeschwindigkeitszügen über Regionalzüge bis hin zu Nahverkehrszügen. Renfe verbindet nicht nur Spaniens große Städte und treibt die regionale Entwicklung voran, sondern setzt auch auf effiziente, nachhaltige Mobilität und macht sich für emissionsfreies Reisen stark.

Streckennetz

Renfe betreibt ein weitverzweigtes Schienennetz in ganz Spanien und verbindet große Städte und Regionen miteinander. Die Strecken erstrecken sich über mehr als 15.000 Kilometer (9.000 Meilen) Schiene im ganzen Land. Davon entfallen 3.966 km auf das Hochgeschwindigkeitsnetz – das nach China zweitlängste der Welt.

1992 wurde die erste Hochgeschwindigkeitsstrecke eröffnet – sie verband Madrid, Córdoba und Seville. Seitdem ist das Netz erheblich gewachsen, und heute liegen Renfes wichtigste Knotenpunkte in Madrid und Barcelona. Insgesamt umfasst das Renfe-Netz 875 Bahnhöfe, darunter Málaga, Seville, Alicante, Zaragoza, Valladolid, Santiago de Compostela, A Coruña und viele weitere Orte dazwischen.

Derzeit wird an der Hochgeschwindigkeitsstrecke Madrid–Galicien gearbeitet, die Madrid und Galicien künftig über Olmedo, Zamora und Santiago de Compostela verbinden wird – mit Geschwindigkeiten von bis zu 350 km/h.

Neben dem dichten Netz in Spanien bedienen Renfe-Züge auch internationale Strecken zu Zielen in Portugal und France. Die Verbindungen zwischen Spanien und Frankreich werden von France–Spain TGV INOUI von SNCF und AVE von Renfe betrieben. Zu diesen Strecken gehören Paris–Barcelona, Marseille–Girona, Marseille–Madrid, Barcelona–Lyon sowie der Celta-Zug zwischen Portugal und Spanien (Porto–Vigo).

Die vielfältige Renfe-Flotte

Die Züge von Renfe reichen von Regionalverbindungen über Landstrecken und Nahverkehrszüge bis hin zu modernen Hochgeschwindigkeitszügen. Media-Distancia-Züge (Mittelstrecke) verbinden regionale Ziele mit dem Hochgeschwindigkeitsnetz, während die Cercanías (Vorortzüge) in und um Spaniens Großstädte wie Barcelona und Valencia verkehren.

Das sind die wichtigsten Züge von Renfe:

AVE (Alta Velocidad Española)

AVE (Alta Velocidad Española) steht für Renfes Hochgeschwindigkeitszüge, die vor allem auf Fernstrecken zum Einsatz kommen. Bekannt für Pünktlichkeit und kurze Reisezeiten, erreichen AVE-Züge bis zu 310 km/h. Mit verstellbaren Sitzen, Bordbistro und Familienbereichen gehören die AVE-Züge von Renfe nicht nur zu den schnellsten, sondern auch zu den bequemsten Arten, Spanien zu erkunden.

Alvia

Mit Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 250 km/h sind die Alvia-Züge Renfes schnelle Fernverbindungen zwischen großen spanischen Städten wie Madrid, Barcelona, Alicante, Valencia, Bilbao, Cádiz und Zaragoza. Zwar sind sie nicht so schnell wie die AVE-Züge, doch die Alvia-Verbindungen wechseln zwischen Hochgeschwindigkeitsstrecken und den langsameren, „klassischen" Bahnstrecken. So verbinden sie kleinere Regionalbahnhöfe über die Hochgeschwindigkeitsadern des Landes mit Spaniens größeren Städten – und verkürzen so die gesamte Reisezeit für die Fahrgäste.

Avant

Die Avant-Züge von Renfe verkehren auf Kurz- und Mittelstrecken in Spanien und halten unterwegs nur selten. Sie erreichen bis zu 250 km/h und nutzen dieselben Gleise wie die schnellen AVE-Züge, legen dabei aber deutlich kürzere Distanzen zurück. Da die meisten Avant-Fahrten weniger als zwei Stunden dauern, gibt es in diesen Zügen ausschließlich die 2. Klasse.

Die wichtigsten Knotenpunkte der Avant-Züge sind Madrid, Barcelona und Córdoba, doch sie bedienen auch Seville, Málaga und große Städte in der Region Galicien wie Santiago de Compostela, A Coruña und Vigo.

Euromed

Die Euromed-Züge von Renfe fahren entlang der spanischen Ostküste von Barcelona nach Alicante und verbinden spanische Städte wie Tarragona, Castellón de la Plana und Valencia. Bei Tempo 200 km/h genießt du traumhafte Ausblicke aufs Mittelmeer – besonders auf der Strecke von Barcelona nach Valencia.

Intercity (IC)

Die Intercity-Züge von Renfe verkehren meist auf Fernstrecken mit Geschwindigkeiten zwischen 160 und 250 km/h und halten an zahlreichen Bahnhöfen zwischen Start und Ziel. Wie die Alvia-Züge verfügen auch die Intercity-Züge über eine Spurwechseltechnik, mit der sie sowohl auf Normalspur- als auch auf Hochgeschwindigkeitsgleisen fahren können.

Beliebte Strecken und Reiseziele

Mit häufigen Verbindungen auf Hunderten beliebter Strecken in ganz Spanien bietet Renfe unzählige Möglichkeiten, das Land zu entdecken. Hier sind einige der beliebtesten Renfe-Strecken:

Madrid–Barcelona

Die Renfe-Strecke Madrid–Barcelona ist mit Abstand die beliebteste Verbindung und verknüpft Spaniens zwei größte Städte über Zaragoza, Lleida Pirineus (das Tor zu den Pyrenäen) und Tarragona. Mit über 25 täglichen Abfahrten der schnellen AVE-Züge gelangst du bequem von der Hauptstadt an die Küste – je nach Zahl der Zwischenhalte in 2 Std. 45 Min. bis 3 Std. 15 Min.

Diese Verbindung vereint zwei der aufregendsten und berühmtesten Städte Spaniens – kein Wunder also, dass die Renfe-Strecke Madrid–Barcelona so beliebt ist. In Madrid laden kulturelle Schwergewichte wie der Prado und das Reina Sofía dazu ein, Stunden im Angesicht großer Meisterwerke zu verbringen, während malerische Orte wie der Retiro-Park und die Plaza Mayor zu endlosen Spaziergängen einladen. Apropos Kulisse: Nichts geht über einen sonnenverwöhnten Bummel am Strand der Barceloneta in Barcelona oder einen Tag beim caminando durch die engen Gassen des Gotischen Viertels und des Viertels El Born.

Madrid–Seville

Eine weitere beliebte Renfe-Verbindung führt zwischen Madrid (Bahnhof Atocha) und Seville. Sie bringt die Fahrgäste von der Hauptstadt bis nach Andalusia, Spaniens südlichster Region. Auf dieser Strecke verkehren AVE-, Altaria- und Alvia-Züge, die Fahrt dauert rund 2 Std. 30 Min.

Vom Jasminduft, der über den Plätzen liegt, bis zu den Flamenco-Klängen aus den Bars – Seville ist eine berauschende Stadt und ein Fest für die Sinne. Neben der maurischen Architektur des Real Alcázar de Sevilla und der majestätischen Kathedrale aus dem 15. Jahrhundert ist Seville auch ein idealer Ausgangspunkt, um Andalusiens „Pueblos Blancos" zu entdecken – traumhafte weiß getünchte Dörfer in den Provinzen Málaga und Cádiz.

Madrid–Málaga

Die Strecke von Madrid (Bahnhof Atocha) nach Málaga über Córdoba bringt dich je nach gewähltem Zug in rund 2,5 bis 3 Stunden aus der pulsierenden Hauptstadt Spaniens in die Hauptstadt der Costa del Sol. In Málaga angekommen, verzaubern dich die historische Altstadt, sonnige Strände, ein lebendiges Nachtleben und eine großartige Kunstszene – schließlich ist dies die Geburtsstadt von Pablo Picasso.

Madrid–Valencia

Diese Verbindung bringt dich von der Hauptstadt in Spaniens drittgrößte Stadt Valencia – je nachdem, ob du mit dem AVE oder dem Alvia fährst, in 1 Std. 30 Min. bis 2 Std.

In Valencia bestaunst du die geradezu außerirdische Architektur der Stadt und lässt dich an sonnigen Nachmittagen am Strand nieder. Valencia ist außerdem die Geburtsstadt der Paella – lass dir also die riesigen Pfannen dieses berühmten Reisgerichts nicht entgehen, das traditionell mit Kaninchen, Huhn, weißen Bohnen und manchmal sogar Schnecken zubereitet wird.

Barcelona–Málaga

Von Spaniens Nordosten bis in den Süden verbindet dieser Zug Barcelonas Gaudí-Meisterwerke und Málagas herrliche Strände an der Costa del Sol in einer einzigen, direkten Fahrt. Da die Reise mit dem schnellen AVE-Zug rund 5 Std. 30 Min. dauert, verkehren täglich nur wenige Züge zwischen Barcelona und Málaga.

Die wichtigsten Bahnhöfe

Madrid Atocha

Madrid Atocha (offiziell Madrid Puerta de Atocha) ist Spaniens verkehrsreichster Bahnhof und einer der belebtesten in ganz Europa. Nur wenige Minuten vom pulsierenden Zentrum Madrids entfernt, nutzen ihn jährlich mehr als 18 Millionen Fahrgäste. Mit seiner Stahl-und-Glas-Architektur aus dem 19. Jahrhundert und seinem tropischen Garten ist Madrid Atocha nicht ohne Grund selbst eine Sehenswürdigkeit.

Barcelona Sants

Barcelona Sants ist der zweitgrößte Bahnhof des Landes und verbindet die katalanische Hauptstadt mit dem übrigen Spanien und Teilen Frankreichs. Der in den 1970er-Jahren errichtete Bahnhof liegt im Viertel Sants-Montjuïc und verfügt über 14 unterirdische Bahnsteige, davon sechs für Hochgeschwindigkeitszüge.

Sevilla Santa Justa

Der Bahnhof Seville Santa Justa ist Spaniens drittgrößter Bahnhof und empfängt jährlich über 8 Millionen Reisende. Der moderne Bahnhof hat 12 Bahnsteige, sieben davon sind dem Hochgeschwindigkeitsverkehr vorbehalten, darunter AVE-Verbindungen nach Córdoba, Madrid und Barcelona.

Paris Gare de Lyon

Der Gare de Lyon ist der wichtigste Bahnhof für Renfes schnelle AVE-Züge in Paris. Er liegt im Viertel Quinze-Vingts im 12. Arrondissement von Paris, gegenüber dem Gare d'Austerlitz auf der anderen Seite der Seine, und wird täglich von über 700 Zügen bedient.

Sei rechtzeitig vor der Abfahrt da und gönn dir einen Happen im berühmten Restaurant Le Train Bleu im Bahnhof. In den prunkvollen Speisesälen aus dem Jahr 1900 gingen schon Persönlichkeiten von Coco Chanel über Brigitte Bardot bis Agatha Christie ein und aus.

Ticketarten und Preise

Beförderungsklassen

In den Hochgeschwindigkeitszügen von Renfe gibt es zwei Klassen – Estandár (Standard Class) und Confort (First Class). Die meisten Hochgeschwindigkeitszüge bieten WLAN an Bord (nicht immer kostenlos), klimatisierte Wagen mit geräumigen Sitzen und einen Speisewagen.

Estandár (Standard Class)

Die Standard Class ist günstig und trotzdem sehr komfortabel. Die Sitze sind im 2+2-Format angeordnet. An beiden Enden des Wagens findest du Gepäckablagen.

Confort (First Class)

Die Wagen der First Class sind geräumiger und bieten Ledersitze mit mehr Beinfreiheit im 2+1-Format. In der First Class gibt es in allen schnellen AVE-Zügen Steckdosen. Auf längeren Fahrten erhalten First-Class-Reisende zudem eine kostenlose Mahlzeit direkt am Platz.

Ticketarten

Renfe-Züge bieten drei verschiedene Ticketarten, deren Preis sich nach Flexibilität und den Annehmlichkeiten an Bord richtet. Das sind die drei Optionen:

Básico-Ticket (Basic)

Das ist die günstigste Option. Mit einem Básico-Ticket genießt du alle Standardleistungen von Renfe – viel Beinfreiheit, WLAN-Zugang, Gepäckablage und Steckdosen. Básico-Tickets können weder umgetauscht noch storniert werden.

Elige-Ticket

„Elige" bedeutet „wählen" – und genau das kannst du mit diesen flexiblen Tickets tun. Dieser Tarif bietet mehr Zusatzoptionen und größere Flexibilität bei Stornierung und Umtausch. Ein Elige-Ticket kannst du entweder für die Estandár Class (Standard Class) oder die Confort Class (First Class) buchen. Die Sitzplatzwahl lässt sich für 5 € Aufpreis hinzufügen.

Prémium-Ticket

Der Prémium-Tarif ist ausschließlich für die Confort Class (First Class) verfügbar – er ist der teuerste, bietet dafür aber die größte Flexibilität. Das Umbuchen auf eine andere Verbindung ist kostenlos, und wenn du deinen Zug verpasst, kannst du ohne Gebühr den nächsten nehmen. Außerdem sind die Sitzplatzwahl gratis und du hast bereits zwei Stunden vor Abfahrt Zugang zur Club Lounge an deinem Abfahrtsbahnhof.

Beachte: Das Prémium-Ticket ist auf den AVE-International-Hochgeschwindigkeitszügen zwischen Spanien und Frankreich nicht erhältlich.

Reisen mit einem Eurail- oder Interrail-Pass

Wenn du Spanien mit einem Eurail- oder Interrail-Pass erkundest, kannst du selbstverständlich mit Renfe-Zügen fahren – deinen Sitzplatz musst du aber trotzdem vorab reservieren. Für die meisten Hochgeschwindigkeits- und Fernzüge von Renfe zahlen Passinhaber eine Sitzplatzreservierungsgebühr, die je nach Zugtyp und Klasse variiert. Auf beliebten Strecken – vor allem in der Hauptreisezeit – kann das Platzangebot für Passinhaber begrenzt sein; buche daher am besten frühzeitig.

So findest du günstige Renfe-Tickets

Ferntickets für Hochgeschwindigkeitszüge sind in der Regel am teuersten. Wir haben aber ein paar Tipps und Tricks für dich, mit denen du die günstigsten Renfe-Tickets findest:

Buche deine Tickets frühzeitig

Renfe nutzt ein dynamisches Preissystem, die Tarife ändern sich also ständig. Grundsätzlich gilt: Je früher du buchst, desto günstiger wird es. Básico-Tarife sind am stärksten reduziert und werden teurer, je näher der Abfahrtstag rückt. AVE-Tickets kannst du bis zu 90 Tage im Voraus kaufen, Alvia- und Avant-Tickets 62 Tage vor der Reise.

Die beste Methode, um dir keine günstigen Renfe-Tarife entgehen zu lassen? Richte einen Buchungsalarm ein auf unserer Rail Europe Website. Sobald Tickets verfügbar sind, benachrichtigen wir dich per E-Mail – so bist du bei deinen Wunschstrecken ganz vorn mit dabei.

Meide Stoßzeiten und stark frequentierte Reisetage

Renfe-Tickets sind meist unter der Woche und außerhalb der Stoßzeiten am günstigsten. Wer bei Abfahrts- und Ankunftszeiten flexibel ist, ergattert oft günstigere Tarife – und reist in leereren, bequemeren Zügen.

Zieh langsamere Züge in Betracht

Wenn du es nicht eilig hast, wähl doch einen langsameren Zug. Züge, die gemächlicher fahren und öfter halten, sind oft günstiger. Mehr Landschaft zum besseren Preis? Da sind wir sofort dabei.

Vergleiche die Ticketpreise auf Rail Europe

Mit Rail Europe vergleichst du alle Ticketoptionen in Spanien und in ganz Europa und stellst dir Reisen mit mehreren Etappen aus den Angeboten verschiedener Bahnanbieter zusammen – ganz nach deinen Zeiten und deinem Budget. Du musst nicht mühsam jeden einzelnen Anbieter durchsuchen, um das beste Angebot oder die schnellste Route zu finden – das übernehmen wir für dich.

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So buchst du

Mit Rail Europe buchst du Renfe-Tickets schnell und sicher – und wir heben automatisch die günstigsten Tarife und die schnellsten Verbindungen für dich hervor.

Um günstige Renfe-Tickets mit Rail Europe zu buchen, geh einfach zu unserem Buchungstool und gib deinen gewünschten Abfahrts- und Zielort ein. Ergänze deine Reisedaten. Du kannst auch andere Optionen ausprobieren, etwa Reisen mit mehreren Zielen. Klick auf „Suchen" und wähl deinen gewünschten Zeitraum und Tarif. Such dir eine Versandart für dein Ticket aus und trag deine Fahrgastdaten ein. Und schon bist du bereit für dein spanisches Bahnabenteuer.

Services an Bord

Renfe ist bekannt für hohen Komfort und die Qualität seiner Services an Bord. Alle Züge sind modern und klimatisiert – und darauf kannst du dich bei Renfe außerdem freuen:

AVE (Alta Velocidad Española)

Die AVE-Züge von Renfe bieten zwei Klassen – Estandár und Confort.

Estandár (Standard)

Die Estandár Class bietet bequeme Sitze, Klapptische, viel Beinfreiheit und – auf etwas längeren Fahrten – verstellbare Rückenlehnen. WLAN ist verfügbar. AVE-Züge haben serienmäßig einen Café- oder Bistrowagen mit warmen und kalten Snacks und Getränken. Wer mit kleinen Kindern reist, findet an Bord der AVE-Züge Wickelmöglichkeiten und Spielbereiche.

Confort (First Class)

Die First Class des AVE bietet alle Annehmlichkeiten der Standard Class – darunter WLAN und Klapptische – sowie luxuriösere Extras wie verstellbare Ledersitze, Steckdosen und kostenlose Erfrischungen während der gesamten Fahrt. Auch Tageszeitungen und Kopfhörer für die Bordunterhaltung liegen bereit. Zudem hast du an ausgewählten Bahnhöfen Zugang zu den Renfe-Club-Lounges.

Alvia

Die Alvia-Züge von Renfe bieten zwei Sitzklassen – Estandár und Confort.

Estandár (Standard)

Die Sitze sind im 2+2-Format angeordnet, mit einer Mischung aus normalen Sitzen und Sitzen am Tisch. Mit einem Básico-Ticket in der Estandár Class ist die Bordverpflegung nicht inbegriffen. WLAN gibt es über die Plattform PlayRenfe, muss aber kostenpflichtig gebucht werden.

Confort (First Class)

Die First-Class-Wagen des Alvia sind geräumiger und haben breitere Sitze. In der Confort Class reist du mit einem Prémium- oder Elige-Ticket. Beim Prémium-Ticket ist die Verpflegung inklusive; mit einem Elige-Ticket kannst du die Bordverpflegung gegen Aufpreis dazubuchen. Kostenloses WLAN ist verfügbar.

Avant

Avant-Züge bieten ausschließlich die 2. Klasse – die aber auf hohem Niveau. Freu dich auf Klimaanlage, Sitze im Flugzeugstil und WLAN über Renfes Plattform PlayRenfe.

In den meisten Avant-Zügen von Renfe gibt es Automaten mit warmen und kalten Getränken, Süßigkeiten und kleinen Snacks.

Euromed

Die Euromed-Züge von Renfe bieten zwei Sitzklassen – Estandár und Confort. Alle Euromed-Züge sind mit Klimaanlage, Steckdosen, Audiosystemen und Bildschirmen ausgestattet. WLAN gibt es über die Plattform PlayRenfe.

In der Estandár Class kannst du warme und kalte Getränke sowie Snacks am Servierwagen kaufen. In der Confort Class wird eine kostenlose warme Mahlzeit serviert – außer samstags, wenn es kostenlose Getränke und Snacks vom Servierwagen gibt.

Intercity (IC)

Intercity-Züge bieten ausschließlich Estandár-Tickets mit festen Sitzplätzen. Alle Intercity-Züge von Renfe haben eine Café-Bar, aber meist weder WLAN noch Steckdosen.

Barrierefreiheit

Die Züge von Renfe sind mit Ausstattungen versehen, die sie für Fahrgäste mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität zugänglich machen – darunter Rollstuhlrampen und ausgewiesene Sitzbereiche. In Renfe-Zügen gibt es reservierte Plätze für Rollstuhlfahrende, die sogenannten „Plazas H", auf denen du in deinem Rollstuhl sitzen bleiben kannst. Diese Plätze lassen sich direkt beim Ticketkauf buchen.

Renfe bietet außerdem die Assistenzdienste Adif Acerca an. Dazu gehören kostenlose Rollstuhltransfers an den Bahnhöfen, technische Hilfsmittel und Begleitservice. Die Bahnhofsassistenz kannst du je nach Bahnhof zwischen 72 Std. und 30 Min. vor deiner Abfahrt am Assistance Point anfordern.

Reisetipps

Gepäck- und Fahrradbestimmungen

Die Gepäckregelung von Renfe erlaubt bis zu drei Handgepäckstücke an Bord, sofern die drei zusammen 25 kg bzw. 290 cm nicht überschreiten. Die maximal zulässigen Maße pro Gepäckstück betragen 85 × 55 × 35 cm.

Als Handgepäck gelten Koffer, Handtaschen, Rucksäcke, Laptoptaschen und ähnliche Gepäckstücke. Babyschalen und Kinderwagen müssen stets zusammengeklappt sein.

Wenn es um die Fahrradbestimmungen von Renfe geht, müssen Fahrräder oder Roller zusammengeklappt oder zerlegt und in einer Tasche transportiert werden. Pro Person ist ein Fahrrad oder Roller erlaubt.

Reisezeiten und Pünktlichkeit

Auf den meisten Strecken bietet Renfe einen dichten Fahrplan mit zahlreichen Abfahrten auf über 50 Regionalbahnlinien. Die Zugzeiten für jede Renfe-Strecke findest du, indem du deinen Start- und Zielbahnhof in den Reiseplaner von Rail Europe eingibst.

Renfe legt großen Wert auf Pünktlichkeit und erstattet bei Verspätungen bis zu 100 % des Fahrpreises – vorbehaltlich der geltenden Bedingungen.

Anschlüsse und Umstiege

Die Züge von Renfe bieten bequeme Anschlüsse an andere Verkehrsmittel, besonders zu Flughäfen und dem Nahverkehr. So ist zum Beispiel das kombinierte Cercanías-Ticket (Combinado Cercanías) bei AVE- und Fernverkehrstickets von Renfe kostenlos enthalten. Das heißt: Du kannst in einen Regionalzug steigen, um zum nächsten gewünschten Bahnhof zu gelangen. Oder du fährst von deinem Zielbahnhof kostenlos weiter zu einem anderen Ort, etwa deinem Hotel, indem du diese Bahnnetze nutzt.

Renfe bietet außerdem Direktverbindungen zu großen Flughäfen wie dem Aeropuerto de Madrid-Barajas und Barcelona-El Prat, und viele Renfe-Bahnhöfe sind an das örtliche U-Bahn-, Bus- und Straßenbahnnetz angebunden.

Umweltbilanz

Renfe setzt auf Nachhaltigkeit und einen möglichst geringen ökologischen Fußabdruck und bevorzugt daher elektrische Züge, die überwiegend mit erneuerbaren Energien fahren – das senkt den CO₂-Ausstoß erheblich. Tatsächlich ist Renfe der größte Abnehmer erneuerbarer Energie in Spanien.

Das Unternehmen investiert gezielt in den Ausbau seiner Infrastruktur, um die Energieeffizienz zu steigern und Abfall zu reduzieren – mit dem übergeordneten Ziel, bis 2050 komplett klimaneutral zu werden.

Häufige Fragen

Wie früh muss ich zu einem Renfe-Zug da sein?

Wann du am Bahnhof sein möchtest, ist vor allem Geschmackssache – mindestens 20 Minuten vor Abfahrt einzuplanen, schadet aber nie. Bei einer AVE-Fahrt musst du an großen Bahnhöfen vor dem Bahnsteig eine Sicherheitskontrolle durchlaufen; plane das also am besten mit ein.

Wie schnell fahren Renfe-Züge?

Die tatsächliche Geschwindigkeit hängt von Strecke, Gelände und Zugtyp ab. Die Hochgeschwindigkeitszüge von Renfe gehören aber zu den schnellsten Europas – AVE-Züge erreichen bis zu 310 km/h.

Wie erhalte ich mein Renfe-Ticket?

Sobald du deine Bestellung auf der Rail Europe Website aufgegeben hast, kannst du deine Renfe-Tickets vor der Reise ausdrucken – lade sie dazu einfach aus der Buchungsbestätigung herunter, die wir dir schicken. Wenn du nicht drucken kannst, holst du deine Tickets an den Selbstbedienungsautomaten in den Bahnhöfen ab. Oder du reist ganz papierlos und zeigst deine Print-at-Home-Tickets einfach auf deinem Handy vor.

Braucht man für Renfe-Züge eine Reservierung?

Ja, für alle Fernzüge in Spanien und sogar für einige Regionalzüge auf kürzeren Strecken ist eine Sitzplatzreservierung erforderlich. Meist gibt es selbst am Reisetag noch freie Plätze, doch zu Stoßzeiten und rund um Feiertage wie Weihnachten und Ostern sind die Züge voll. Außerdem lohnt es sich, früh zu buchen, um günstigere Tarife zu sichern.

Kann ich Renfe-Tickets erstatten lassen? Kann ich meine Renfe-Reservierung stornieren?

Die Erstattungs- und Stornierungsbedingungen von Renfe hängen von der gekauften Ticketart ab. Flexible Tickets sind meist ganz oder teilweise erstattbar, unflexible in der Regel nicht. Prüfe daher immer die genauen Bedingungen deiner Ticketart.

Was sind die günstigsten Renfe-Tarife?

Básico-Tickets sind der günstigste Tarif. Sie sind stets beliebt – buche sie also rechtzeitig, um dir ein verfügbares Ticket zu sichern.

Sind Haustiere in Renfe-Zügen erlaubt?

Ja, du kannst Tiere in Renfe-Zügen mitnehmen, wobei die Bedingungen je nach Zug- und Ticketart variieren. Beachte: Für dein Haustier brauchst du unter Umständen ein eigenes Ticket!

Kinder und jugendliche Reisende

Die Definition, wann man als "Kind" oder "Jugendlicher" gilt, variiert je nach Land bzw. Betreiber. Daher fragen wir vor Beginn jeder Suchanfrage nach dem Alter der jungen Reisenden.

Kinder bis zu einem bestimmten Alter können manchmal kostenlos ohne eigenen Sitzplatz mitreisen. Um zu gewährleisten, dass dein Kind einen eigenen Sitzplatz erhält, gib bitte '6' als Alter des Kindes ein.

Erfahre mehr über die Altersgrenzen von Kindern und Jugendlichen. Siehe dazu auch Rabatte und Bahnkarten für Jugendliche.